Ich schaffe es nicht.
Und statt auf meinen immerwährenden Antrieb aus Beschimpfung und Demütigung meiner Selbst zurückzugreifen, damit ich endlich in die Gänge komme, tue ich .. nichts. Gar nichts.
Ich nehme es hin wie es ist und es ist so verteufelt schwer, mich nicht selbst klein zu machen, faul zu nennen, zu nichts nutze zu fühlen, aber ich nehme es hin. Heute passiert hier nicht viel. Keine Pflicht, keine Kür. Nichts. So wie gestern. Und vielleicht kommt so wie gestern die Lust beim Nichtstun. Echte Motivation aus Liebe und Lust am Tun heraus geboren statt jene, die sich nur der Pflichterfüllung beugt. Da ist sie wieder, die gehässige Stimme, dass er sich das morgens auch nicht aussuchen kann. Aber verfickte Scheiße, ich bin nun mal ich.
Nicht er, nicht sie, niemand anders.
Nur ich. Und das ist nicht nur völlig ausreichend, es ist auch in Ordnung. Ich muss mein, unser … Leben nicht abarbeiten. Ich darf langsam machen. So langsam wie ich will.
Ich muss nicht bis in zwei Wochen 20kg abnehmen, ich muss nicht jeden Tag zweimal kochen, ich muss nicht leben wie in Schöner Wohnen, ich muss abends nicht bis Mitternacht wach sein und ich muss mich nicht adhoc in eine Femme fatale verwandeln, wenn irgendwann nach 16 Stunden auf den Beinen endlich alle Kinder im Bett sind.
Ich muss das nicht. Ich muss das nicht leben und ich muss das nicht sein. Ich muss tatsächlich gar nichts. Jetzt geht es tatsächlich nur noch darum, mein Ich will wiederzufinden.
Damit ich auch wirklich wieder ich sein kann.