Aufspringen, voller Energie und Tatendrang und schreien: Ja, jetzt ändere ich alles! und sich dann wieder hinsetzen, weil es zu viel ist.
Und wo beginnen?
Frust.
Aufspringen, voller Energie und Tatendrang und schreien: Ja, jetzt ändere ich alles! und sich dann wieder hinsetzen, weil es zu viel ist.
Und wo beginnen?
Frust.
Eine große Mülltüte für mein Leben bräuchte ich.
Bitte. Danke. Oder zwei vielleicht.
Ich starte im Kleinen und wenngleich ich diese Lebensumstände nicht wegwerfen kann sondern aushalten muss, so kann ich sie zumindest minimieren.
Den Lärm nicht. Darf man ein Leben in Freiheit wählen, wenn man sich freiwillig in Gefangenschaft begab?
…vielleicht reicht es wirklich. Jeder hat Grenzen.
Bisschen Erkältung, ein bisschen Blut. Nichts Wildes.
Kenne ich ja schon. Scheint hier sonst auch niemanden mehr zu interessieren. Tagesordnung bei allen Beteililgten.
Wie schön einfach das Leben ist, wenn man allem seinen kleinen Stempel aufdrücken kann.
Fassungslosigkeit, stille Verzweiflung. Der erste Schritt mangelt an dem Vertrauen, dass es der anderen Seite an etwas anderem liegen könnte als an Machtgier.
Von Misstrauen zerfressen sitze ich hinter der Wand und frage mich, ob es lohnen würde… Ich kann ich will nicht offen sprechen, weil mein Gegenüber noch so wenig Erfahrung hat.
Arroganz oder Erfahrung meinerseits? Aber einfach nur die andere Wange hinhalten?
Oder ist das schlicht ein letztes Aufbäumen vor der Einsicht, dass es mir im Grunde gleichgültig ist?
Irgendwann ist keine Wut mehr da. Nur noch mehr Druck auf den Lippen, die sich verbittert aufeinanderpressen. Keine Überraschung mehr. Keine Wut. Nur Verbitterung.
Mein Bedürfnis nach Kommunikation ist auf dem emotionalen Gefrierpunkt. Die Kanäle der Wahl bleiben geschlossen, ich empfinde das erste Mal Erleichterung, nichts sehen zu können. Nichts hören zu müssen. Nichts zu fühlen außer dieser alles umfassenden Enttäuschung. Arbeit, denke ich … jede Beziehung ist Arbeit.
Und doch sehe ich den Horizont nicht. Ich sehe nicht mal einen Lichtblick, nicht den Hoffnungsschimmer einer Zukunft, die anders aussieht als mit Machtspielen gestaltet. Die Frage bleibt, ob ich zu arrogant oder tatsächlich einfach nur zu alt bin. Das tun, was einem guttut.
Mit Weitblick, aber nicht mit idealistischen Hoffnungen, die schon an dem Versuch kranken, ein normales Guten Morgen zu wünschen
Wenn sich die Fronten verhärten, dann verschließt sich auch mein Herz in Wut und Schmerz. Und nie dauert es lange, wenn sich jede Faser meines Körpers und meines Geistes wieder nach dem geliebten Mann sehnen. Ihm zu erzählen, ihn zu berühren, seinen Geist zu spüren und miteinander zu lachen und zu staunen…
Das fehlt. Hier. Ich habe keine Sehnsucht, wiederzukommen, wenn es selbst in der Versöhnung nur um Macht und Recht geht. Wenn es dem Anderen gut geht, wenn man Leid zugibt und offenbart.
Wie kann ich mit einem Lachen zurückkehren, das geteilt werden will und spielen muss? Gegen die Überheblichkeit. Gegen das Misstrauen. Gegen die Angst…
Es erscheint mir sinnlos. So sinnlos.
Nur der Eine, der alles sehen darf. Älter, erfahrener, unschuldiger und weiser. Ruhiger. Und hemmungsloser. Beherrschter.
Nur er darf die Masken fallen sehen, die Hüllen, die aufplatzen und das Ich offenbaren.
Er hat dem Herz schon oft Wunden zugefügt. Auch bleibende Narben. Nie absichtlich. Er würde nie vor mir etwas verbergen. Der Unterschied, von dem ich nie dachte, dass er existiert, verändert alles.
Wir schulden uns nichts weniger als die Wahrheit. Immer.