Erzähl mir das Schlimmste, das dir in deinem Leben angetan wurde, damit ich herzlich darüber lachen kann…
Monat: Mai 2010
Wert [Anne]
Es verändert sich. Wo uneingeschränkte Hingabe war, kehrt nun Misstrauen ein. Misstrauen, das wuchs. Die schlechteste Art, Vertrauen zu untergraben. Es ist viel passiert in den letzten Monaten, es fehlt die Nähe, die unmittelbare.
Ich wanke hin und her und weiß, was für mich das Beste wäre, weiß, wo ich meine Gedanken hinlenken müsste, um wieder etwas freier zu werden.
Intensität um den Preis der Selbstaufgabe ist wertlos.
Bussi
Ich mag keine Küsschen. Ich mag keine Bussis. Ich mag keine Umarmungen. Ich mag es roh und direkt und ich mag diesen Blick, der sich durch die Maske bohrt und die Menschen verhöhnt, die meinen, ein sorgsam normal aufgebautes Leben zu führen.
Reißen wir alles weg, sind wir alle gleich.
Gleich blutig.
Anne
Auch Ich-Botschaften können für das Du ein Schlag ins Gesicht sein.
Ins verlorene…
Loch
Ich habe noch keinen Weg gefunden, nicht in dieses Loch zu fallen. Die letzten Tage waren adrenalindurchtränkt, diesem besonderen Kind gerecht zu werden. Immer auf dem Sprung, abwägen, was nun das Verkehrte, was das Beste wäre… nach zwei Wochen Zwangspause vom Kindergarten. Und so wird aus mir ehemaligem Morgenmuffel ein sanft aber konsequent energischer Motivationsbolzen, der drei Kinder zeitgleich weckt, fertig macht, herumkommandiert und pünktlich aus der Haustür schiebt oder von A nach B bringt und auch wieder abholt. Es rächt sich. Die Vorbereitungen für heute haben mich bis gestern Abend um 10 Uhr auf den Beinen gehalten und seitdem geht es bergab. Talfahrt frei ins schwarze Loch der Müdigkeit.
Immer ist es das Gleiche, wenn ich mich nach außen wenden muss, mit anderen Menschen näheren Kontakt halten muss und mich nicht einigeln und schützen kann.
Ich möchte nur noch schlafen, schlafen, schlafen.
Erinnerungen
Die Wehmut lässt auf sich warten. Erinnerungen sind da, aber sie sind nicht wehmütig, nicht sehnsüchtig, nicht seufzend. Sie sind klar und rein.
Ich bereue nichts, möchte ich schreien und das ist wohl das Passendste zu jenem Tag vor vier Jahren.
Es war wie es war. Nicht perfekt, aber es war vollkommen.
Rund, mit allen Zweifeln, Schreien, mit aller Wut und Wucht, mit aller Liebe, mit jedem Stück Hingabe, mit dem Vertrauen, dem letzten Blick in die blauen Augen des Mannes, der nickte und sagte:
Ja. Ich sehe ihn.
Wir machen weiter.
Liebe.
Magnetismus
Ich bin in noch nie so schnell so hart geworden wie im Moment, sagt der Mann, der an Potenz eigentlich nicht zu überbieten ist. Und auch nach 5 Jahren schießt das Adrenalin jedes Mal in meine Adern, wenn wir uns berühren. So besonders. So kostbar.
Träume
Es ist eine besondere Zeit und ich frage mich, ob man nicht einfach das Schicksal entscheiden lassen sollte.
Wenn es sein soll… wird es geschehen.