Es regnet.
Endlich wieder.
Monatelange Trockenheit und nur ab und zu ein kleiner, perfekt terminierter Nieselregen als Totschlagargument der Klimawandelgegner haben aus dem Boden ein durchlässiges verdorrtes, wasserabweisendes Konstruktgemacht, dass weder Nährstoffe, Wasser noch Lebewesen halten konnte.
Und nun regnet es. Mein Wetter. Mein Element. Leben.
Schon als ich heute Nacht von Wind und Regen geweckt wurde, die in mein Gesicht peitschten, stellte sich endlich wieder die Art von Frieden ein, die ich benötige, um mich auch im Außen lebendig fühlen zu können. Der durch das jede Nacht weit geöffnete Fenster, direkt neben dem ich schlafe, fallende Regen bescherte mir tiefen und traumlosen, aber erholsamen Schlaf. Irgendwann um 5 Uhr morgens habe ich die Handtücher auf den Fensterbänken ausgetauscht und die Decken höher gezogen, aber ich wachte zufrieden mit roter Nase, nassem Gesicht und frei atmen könnend auf.
Wie gerne hätte ich diesen Moment geteilt.