Der Baby kommt, wenn der Baby soweit ist…

„Ich habe grade mit meine Frau über dich gesprochen.“, sagt der Mann meiner Hebamme in seinem wunderbaren holländischen Akzent, als er beherzt das CTG in Empfang nimmt und skeptisch darauf sieht. „Bist du schon soweit?“
Ich nicke, noch etwas müde, weil ich gerade zu den Herztönen meines Sohnes ein ganz hervorragendes Schläfchen gemacht habe, so mitten in der Arztpraxis.

„Nein, bist du nicht.“ Er zieht seine buschigen Augenbrauen hoch.
„Du bist wieder viel zu nachdenklich. Wenn du soweit bist, ist auch der Baby soweit. Und wenn der Baby noch nicht soweit ist, dann heißt das, dass du auch noch nicht bereit für den Baby bist.“ Ich ergebe mich der in meinem momentanen Zustand zwingenden Logik und hmmme so ein wenig. Keine Wehe, nichts. Tolle Werte für meine Verhältnisse und ein Arzt, der sich weigert, mich zu untersuchen. „Da ist nichts. Der Baby wartet auf dich. Es geht ihm gut.“
Ich sinke noch ein wenig tiefer in den Ledersessel und möchte einfach nur schlafen.
Er greift zum Hörer und ruft seine Frau an.
„Du wirst sie am Sonntag ja sehen. Aber der Baby ist noch nicht so weit. Und vor nächstem Mittwoch machen wir gar nichts. Wir haben Zeit. Hörst du, Liebling?“
Es wäre saukomisch, wenn ich nicht so müde wäre.
Ich schüttel seine Hand und er sagt nur: „Geh schlafen, wenn du kannst. Der Baby wartet auf dich.“

Irgendwie muss ich fast so ein bisschen weinen, aber könnte auch sein, dass da was im Auge war. Ich geh dann mal wieder ins Bett.

Ungeschminkt

Nur so wenige Menschen, die sich ohne Maske bewegen.
Und manchmal erhält man von einem von ihnen ein Geschenk. Einen Blumenstrauß oder manchmal auch nur eine Wiesenblume, geformt aus einem Wort, einem Satz…
Jeder andere, der diesen Satz genauso gesagt hätte, wäre nicht bis zum Herzen gekommen.

Kostbarkeiten. Danke. ♥

Fanatismus

„Awwww…. da ist ja der kleine runde Kugelbauch mit der Mami!“
Ich habe kaum die Tür zur Hebammenpraxis hinter mir geschlossen, da stürmt eine Mittvierzigerin in Wallekleidern und halber Brille auf mich meinen Bauch zu und fängt an, daran herumzupatschen. Ich reiße die Augen auf und trete einen Schritt zurück. „Guten … Morgen?“, frage ich entgeistert und sehe auf die kleine Frau, die da vor mir steht. Rotgefärbte Haare, Dauerwelle, alternativ.
„Awwwww…. Ich bin die Lieselotte und ich bin heute deine Hebamme.“
Ja das wüsste ich aber.
Ich frage, wo die drei Hebammen sind, die hier eigentlich arbeiten und schon lausche ich schönsten Geburtsberichten (zwei gleich heute Nacht und AWWWW… haben die lange gedauert…) und der Erklärung, dass Hebamme Nr. 3 im Urlaub sei. Also sei sie – die Lieselotte – als befreundete Hebamme eingesprungen.
Ich frage mich, wie ich möglichst unauffällig die Praxis wieder verlassen kann. Man sollte immer auf sein Bauchgefühl hören… „Wie geht es uns denn heute Morgen?“, trällert sie munter drauflos, während sie in ihren Unterlagen nachsieht, wie weit ich bin. „Awwwww… 39. Woche … da haben wir es ja fast geschafft!“ Ähm. Nee. Wir ganz bestimmt nicht.
„Und heute Akupuntur? Awww… das hilft ja auch immer so. Ich bin ja SO ein FREUND von Akupunktur. Und von Homöopathie. Alles pflanzlich! Das ist ja SO natürlich!“
Blutdruck und Puls nähern sich bei mir ungesunden Grenzen während ich überlege, ob ich nun meine Akupunktursitzung mitnehme – bei Lieselotte – und CTG muss auch geschrieben werden, bevor ich zum Arzt hochgehe, oder ob ich mich einfach umdrehe und gehe.
Ich entscheide mich fürs Bleiben.
Ich werde es bitter bereuen.
Kaum dass ich auf der Liege liege und es mir einigermaßen bequem gemacht habe, kommt Lieselotte mit Nadeln, Ölen und Bauchgurten angeweht.
„Awww… sonst ist heute Morgen auch keiner hier, ich kann die ganze Zeit bei dir bleiben, da können wir mal offen über alles reden, was du so auf dem Herzen hast!“ Mir bleibt auch nichts erspart.
Ich beäuge misstrauisch die kleinen Ölfläschchen und hoffe, sie will jetzt keine Aromatherapie anfangen, da zurrt sie schon die Gurte fest. Ich höre Sohnemanns Herztöne und sie greift zu den Akupunkturnadeln. „Lass uns zusammen atmen.“ Ich blinzle. „Wofür?“  (gleich will sie, dass ich meinen Namen tanze, wenn das so weitergeht… reicht man solchen Leuten den kleinen Finger…)
„Na, um den Schmerz wegzuschieben. Du atmest ein und dann kräftig wieder aus. Dann steche ich die Nadel und du merkst kaum etwas. Wir atmen zusammen. Ein…“ Sie zieht geräuschvoll die Luft durch die Nase, während ich mich frage, aus welchem Irrenhaus sie heute Morgen wohl geflüchtet ist. „Ähm…“, merke ich vorsichtig an, „…das geht auch prima ohne Atmen. Es tut ja nicht weh.“
„Awwwwww… tapfere kleine Mami! Aber beim kleinen Zeh – das ist doch schmerzhaft… da hustest du einfach. Dann steche ich.“ Sie spickt meine Beine mit Nadeln und ich sinke ermattet in die Kissen. Ich hätte heute Morgen mehr Koffein zu mir nehmen sollen… Und auf nüchternen Magen ist so eine Begegnung auch nichts…  „Jetzt huste mal.“

Ich ziehe eine Augenbraue hoch und winke ab. „Einfach nur reinstechen. Ist schon okay.“

Ich habe nach viel Brimborium und Atmen und Husten und Nadeln genug und möchte einfach nur 20 Minuten entspannen. Herztöne meines Sohnes im Ohr und die Augen zu.
Lieselotte hat aber noch viel mit mir vor. „Du bist so eine ganz schulmedizinische, oder?“
Es hört sich ein bisschen an, als hätte sie mich gerade als Schlampe beschimpft, so wie sie Schulmedizin ausspricht.  Ich verneine. Ich hab ja nichts gegen Pflanzen. Opiate sind super.

„Awww… ja, weißt du, die Pflanzen.. die Pflanzen können alles. Das ist alles ganz natürlich. Nicht so technisch. Die können alles regulieren. Alles. Und als ganzheitlich arbeitende Hebamme habe ich immer auch die Pflanzen im Blick. Wir machen nur Dinge, die in der Natur auch bei Geburten gemacht werden. Wie damals, in der Steinzeit. Da haben die Frauen auch gewusst, wie sie mit Pflanzen umgehen. Und was sie kauen müssen. Und das ist SO natürlich. Und darum werde ich dir jetzt etwas Nelkenöl an den Uterus schmieren.“

Ich reiße die Augen auf. Weit.
Ich versuche, mir eine wie auch immer geartete natürliche Situation vorzustellen, wie Nelkenöl in der Steinzeit an meinen Uterus gekommen wäre und schüttle den Kopf.

„Nein. Das werden wir jetzt nicht machen.“
„Aber… das löst Wehen aus.“

Ich frage mich, ob sie wohl eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt und ob ich einfach nur die Praxis verlassen oder die Polizei benachrichtigen soll. In meiner Fantasie sehe ich sie mit Ölfläschchen durch die Fußgängerzone hüpfen und schwangere Frauen belästigen.
„Ich möchte keine Wehen auslösen. Ich möchte auch kein Nelkenöl am Uterus haben. Das Baby hat noch eine Woche bis zum Entbindungstermin und wählt seinen Zeitpunkt schon. Alles gut.“

Sie seufzt. Mehrfach. Laut. Sie atmet. Ich spüre, dass die Begegnung mit mir ihr anscheinend ebenso zusetzt wie mir. Das wird hier nichts mehr. Mit Entspannung schon gar nicht.

„Gibt es denn einen Papi zu dem Baby, mit dem du zusammen bist?“
Ich nicke misstrauisch und frage mich, worauf sie nun hinauswill.
„Dann wär es gut, wenn ihr jetzt ganz viel Schnicksischnacksi machen würdet. Weißt schon, was ich meine…?“ Sie zwinkert mir zu. Ich frage mich, was der Mann wohl sagen wird, wenn ich ihm heute Abend vorschlage, ein wenig Schnicksischnacksi zu machen. Mit Nelkenöl womöglich noch. Ich nicke brav und versuche ein Lächeln. Nur noch ein paar Minuten, dann bin ich hier raus.

„Weißt du, alle Weihnachtsgewürze lösen Wehen aus. Nelken, Zimt, Kardammon… Das ist alles total natürlich. Viele Frauen bekommen vor Weihnachten vorzeitige Wehen, wenn sie Lebkuchen und diese Dinge essen. Und das Öl… das ist ja noch mal viel konzentrierter. Und wenn das dann am Uterus…“

Sie legt die Nadeln zur Seite und ich schaffe es das erste Mal in dieser Schwangerschaft in Rekordgeschwindigkeit, Socken und Schuhe anzuziehen. Nur weg hier.
Ich schnappe mir meinen Mutterpass, versuche ein wenig Resthöflichkeit bei der Verabschiedung zu bewahren und flüchte Richtung Ausgang.
„Denk an die Weihnachtsgewürze!“, flötet sie mir ein letztes Mal hinterher.
Ich grinse gequält, rufe noch zurück, dass ich mir gleich eine Packung Spekulatius im Supermarkt kaufe und trete auf den Flur.
Raus. Nur raus hier.
Ich schließe die Tür, lehne mich dagegen und atme erst einmal tief durch. Freiheit.

Ich brauche Urlaub nach dieser Schwangerschaft. Ganz ganz weit weg.

Neurosen [Tina]

Ich hab ein Paket gepackt. Das erste Mal, wohlgemerkt. Also so eins. Letztes Jahr, da dachte ich, es wäre jemand anderes. So mit viel Liebe und dem ganzen Firlefanz. Danach kam das große schwarze Loch und die Erkenntnis, dass ich keine Freundschaften mehr eingehe. Mach ich nicht, will ich nicht, danke, hab alles durch.
So 7 Jahre sind aber schon irgendwie ne lange Zeit. Ach, alles blöd. Ich hol jetzt noch das Panzerklebeband und dann hab ich noch 4 Stunden bis die Post zumacht und ich mich dagegen entscheiden kann, das Paket loszuschicken. Ich bekomme Ausschlag, Stresspusteln, habe Adrenalin und Schnappatmung und finde die Welt gerade zum Kotzen. Das lohnt sich alles nicht für so Gefühlsduselei. Echt nicht. Oder vielleicht doch, aber dann brauche ich Beruhigungsmittel, um es ertragen zu können. Vielleicht an Weihnachten? Oder nächstes Jahr? Dann ist vielleicht ja auch schon alles vorbei und dann hätte es sich eh nicht gelohnt. Andererseits warte ich da nun auch seit über 5 Jahren drauf. Ich habe doch schon mal so ein Paket geschickt, fällt mir gerade ein. So eins. Kurz vor Weihnachten 2009. Aber dann kam die Andere, die Schwarze, bei der ich alles andere vergessen und verraten habe. Und das Schuldgefühl ist immer noch so groß. Vielleicht sollte ich es einfach lassen. Vielleicht. Alles ganz ganz großer Dreck.

Kleidung selber nähen

Früher eine Notwendigkeit. Heute die Möglichkeit, mit der Overlock-, der Stick- und der Nähmaschine so unglaublich viel Scheiße auf ein Kleidungsstück zu bringen um darüber hinwegzutäuschen, dass man eigentlich gar nicht nähen kann.

Um dann Kinder in Oberteile und Hosen zu stecken, mit denen man sich selber niemals auf die Straße trauen würde.

Von Grundsätzen

Prinzipiell… ja prinzipiell kann man als Paar mit Kindern alles ganz genauso machen wie man das als verliebtes Nicht-Eltern-Paar oder als Singles gemacht hat. Kinder kann man ja überall hin mitnehmen.

Ob man das wirklich muss, ist die zweite Frage.

So von Muttermund zu Muttermund.

Die Mutti aus dem Kindergarten erwartet ihren dritten Sohn. Die beiden ersten Söhne freuen sich schon auf ihr Opfer, dann müssen sie nicht immer die anderen Kinder aus dem Kindergarten verhauen. Zufälligerweise ist die gute Frau in derselben Woche wie ich schwanger, teilt das auch gerne allen und jedem mit und blickt heute so auf meinen Bauch.

„Na…“, fängt sie an. Das kann ich ja schon mal gut ab.

Mit Menschen, mit denen ich sonst nur freundliche Begrüßungsformeln tausche, mit diesem bedeutungsschwangeren Blick bedacht zu werden. „Naaaaa….“, fängt sie also an: „Du bist ja auch bald soweit, woll? Meins holen sie vermutlich diese Woche. 3 cm Muttermund. Ich bin schon offen. Ganz weich.“

Ich starre entgeistert auf die kleine Frau vor mir, die mir gerade Details aus ihrem Scheidenleben mitteilt. „Und du so? Noch alles zu?“ Ich blinzle. Ich starre.
Ich sehe den neugierigen Blick der Motte, die misstrauisch meinen Beckenbereich mustert.
„Unseres fällt nicht einfach so raus, oder Mami?“

(Ich liebe dieses Kind)

Ich grinse die Motte an und schüttle den Kopf. „Nein. Unseres fällt nicht einfach so raus.“ Wünsche der Frau noch einen schönen Tag und alles Gute für die Geburt, falls wir uns nicht mehr sehen.

Und das werden wir nicht, wenn ich es irgendwie verhindern kann…

Und die dummen Kinder?

Lieber Exmann.

Geteiltes Sorgerecht bedeutet im Übrigen nicht, dass ich alle Entscheidungen treffe, damit du dann Einzelne davon kritisieren kannst. Nicht wirklich.

Und wenn du zu einer Privatschule nur zu sagen hast, ob das Tochterkind dann nach 13 Jahren seinen Namen tanzen kann und dass deine siebzigjährige Mami und dein fünfundsiebzigjähriger Papi diese Schulform aber doof finden, dann halt doch lieber einfach gleich die Fresse und informier dich, bevor du dich mit deinen über 40 Jahren immer und immer wieder lächerlich machst. Ich weiß, es ist viel verlangt, jedes Gespräch mit mir nicht gleich mit deinen Eltern durchzukauen, die es ihrerseits nicht geschafft haben, zwei Kinder zu auch nur annähernd wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen.

Ich habe auch nicht gesagt, ich bin dagegen, das Tochterkind auf das von dir favorisierte Gymnasium zu schicken, überhaupt nicht. Ich sagte: Ich überlege, was für ihre geistige und seelische Entwicklung das Beste ist. Wie jeden gottverdammten Tag übrigens seit ihrer Geburt, seit ich das Kind alleine großziehe. Obwohl wir verheiratet waren. Ich weiß ja, du bist sehr beschäftigt.
Im ersten Jahr ihres Lebens musstest du meine Firmenkonten leerräumen, unser Privatvermögen dazu nutzen, deine Drogensucht und Spielereien zu finanzieren.
Im zweiten Jahr, als ich mich bemühte, die Scherben unserer Existenz zu kleben, hast du mich weiter betrogen und belogen und bist in eine eigene Wohnung gezogen, um deine Karriere voranzubringen. Wochenendvater, sagtest du, reicht völlig. Leider warst du auch an den Wochenenden nicht da.
Im dritten Jahr ihres Lebens – nunja. Hab ich mich von dir getrennt.
Im ihrem vierten Jahr musstest du sehr viel arbeiten und mir vorhalten, dass ich mich von dir getrennt habe, du musstest viele Anwälte beschäftigen, die gegen mich prozessieren sollten. Das war sehr anstrengend mit den ganzen Briefwechseln, da konntest du dich auch nicht um sie kümmern.
Im fünften bis neunten Jahr hast du sie pro Jahr zwischen zwei und viermal besucht. Das war eine große Leistung. Und nicht immer mussten wir sie zu dir fahren.
Neinnein. Du hast teilweise hier geschlafen, dich bekochen und bemuttern lassen und wir haben Verantwortung für euch beide getragen, wenn du nicht gerade draußen warst, rauchen oder mal eben nochmal zu McDonalds fahren. In den kurzen Stunden dazwischen hast du auf dem Bett des Tochterkinds gelegen und ihr beim Spielen zugesehen. Manchmal bist du auch eingeschlafen. Dann hat das Kind leise die Tür zugemacht, gesagt, dass du schläfst und Ruhe brauchst und mit uns gespielt.
Zum Essen haben wir dich dann geweckt.

Ja. So ist das bis heute.
Und auch wenn ich weiß, dass du irgendwann im Laufe deines Lebens deinen Verstand an irgendeiner Bushaltestelle verloren hast – es ist nicht leicht, dich als gleichberechtigten Sorgeberechtigten für das Tochterkind zu behandeln. Manchmal ist es mir sogar so gut wie unmöglich. Gestern zum Beispiel, als du mit dem Mund voller Torte an meinem Küchentisch gesessen hast und auf meine Antwort, dass das Tochterkind eine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen wird, gefragt hast, wo sie denn eigentlich die dummen Kinder hinschicken. Das war großes Kino. Wirklich. Ich weiß, dass du generell nicht so auf deine Wortwahl achten kannst. Ist ja bei Durchfall auch nicht immer leicht, den Schließmuskel zu kontrollieren.

Und so darfst du gerne fluchen, Schimpfwörter benutzen, dem Kind Horrorgeschichten erzählen, Erwachsenenthemen anschneiden, die mit drei Kindern am Tisch absolut tabu sind, all dies. Und in deiner grenzenlosen Einfältigkeit darfst du dich dann sogar darüber mokieren, dass das Kind in den Sommerferien einmal das Wort „cool“ benutzt hat.

Dient ja alles der Charakterbildung.
Also unserer, nicht deiner.
Wo nichts ist, kann ja auch nichts geformt werden.

Tag, so.

Okay. Der Mann hat den Kuchen für morgen kaputt gemacht und mich abwechselnd vor Wut und vor Liebe zum Weinen gebracht.
Die Motte hat sich fast die Haare vom Kopf geflammt.
Ich habe Wehen.
Der Kobold weint und jammert.
Das Tochterkind hat ein paar Schräubchen lose.
Der Exmann kam erst über eine Stunde zu spät, hat hier Kuchen gegessen, Mittagessen bekommen, ist dann mit dem Tochterkind zur Feier des Tages zu McDonalds gefahren und hat sich dann heute Abend noch Geschenkverpackungsmaterial von uns für morgen ausgeborgt.
Morgen kann nur besser werden.
Echt jetzt.

Geduldspiele

„N. sagt, nur Leute, die was zu verbergen haben, wollen, dass man anklopft.“, baut sich das Tochterkind kleinlaut vor mir auf, als ich es kurzerhand plattbügelte, warum es einfach so ins Badezimmer stürmte, wenn es doch wüsste, dass ich mich darin fertig machen würde.

Vielen Dank, lieber Exmann. Vielen herzlichen Dank. Auch dafür.