Elume

Hier betritt keine gewöhnliche Druidin die Bühne.

Hier materialisiert sich eine Mischung aus Mondgöttin, Ästhetik und Naturkatastrophe. Bemerkenswert ist vor allem der Widerspruch zwischen Erscheinung und Wirkung: Elume ist sanft, freundlich, edel – bis jemand auf die unkluge Idee kommt, sich ihr im Kampf entgegenzustellen. Dann regnet es Sterne. Brennend natürlich.

Elume muss weder laut sein noch sich wichtig machen. Andere Charaktere brauchen vielleicht Ansagen, große Auftritte oder wenigstens ein bisschen dramatisches Schulterzucken. Elume lächelt nur freundlich, während Sonne, Mond und halbe Galaxien im Hintergrund ihre Arbeit erledigen.

Hinter all dem Sternenstaub steckt allerdings vor allem Verlässlichkeit. Sie kämpft mit uns, nicht über uns. Ihre Größe besteht nicht darin, sich aufgrund ihres überragenden spielerischen Könnens von der Gruppe abzuheben, sondern darin, ihre Stärke ganz selbstverständlich in sie hineinzutragen.

Am Ende ist Elume deshalb fast schon verdächtig vollkommen: weise, freundlich, kampflustig, naturverbunden, kosmisch aufgeladen und trotzdem diejenige, die nach dem Wipe mit ruhiger Selbstverständlichkeit „Alles gut, wir probieren es einfach noch mal.“ sagt.

Andere bringen Schaden.
Elume bringt das gesamte Firmament.

Marlin

Marlin hat in seinem Leben schon viele Stürme erlebt.

Er geht trotzdem weiter. Leid muss hier nicht die Hauptrolle einnehmen, wird aber auch nicht kleingeredet. Narben sind sichtbar und bleibenein Leben lang, Verluste sind schmerzhaft spürbar und auf manche Fragen im Leben bekommt man nie eine befriedigende Antwort. Gerade deshalb ist die Schlussfolerung so wichtig: Resilienz bedeutet hier nicht, unversehrt zu bleiben. Sie bedeutet, trotz allem nicht zu zerbrechen.

Feuer, Wasser, Erde und Wind werden dabei zu Weggefährten. Das Feuer steht für innere Kraft, das Wasser für Bewegung und Loslassen, die Erde für Halt und der Wind für Erinnerung.

Marlin trägt und hält all das gleichzeitig. Das Lied versucht den tragenden Gedanken zu entwickeln, dass Stärke mit der Zeit leiser werden darf. Aus loderndem Feuer wird Glut, aber Glut ist niemals weniger lebendig als Feuer. Sie muss nur niemandem mehr beweisen, dass sie lichterloh brennen kann.

Der letzte Satz fasst diese Erkenntnis zusammen: Nicht heil zu sein bedeutet nicht, verloren zu sein. Manche Menschen tragen ihre Geschichte sichtbar mit sich – und stehen trotzdem.

Vielleicht sogar gerade deshalb besonders fest.