Allein mit mir

Ich habe einen solchen Drang danach, mit mir allein zu sein. Einfach nur zu sein. Nur ich und das Universum all meiner Gedanken, Gefühle, Visionen, Erinnerungen. Ich lasse mich in der nachtschwarzen Kälte unterm Sternenhimmel warm von der Ewigkeit umfangen und bin.

Und dann stehe ich dort in der Stille der Nacht, atme den Wind und lass meine Seele weit werden.

Nichts bleibt, alles bewegt sich. Gedanken ziehen vorbei, kreisen, zögern, fließen, wirbeln. Emotionen wallen, schwappen, dunklelblau, tiefrot, hell, dunkel, strahlend weiß und klebrig schwarz, zerfasern, fluten mich mit Schmerz und Euphorie, alles, immer, gleichzeitig.

In mir kämpfen Fluchtimpuls und Faszination einen ungleichen Kampf, doch das alles hier bin ich. Gut und Böse, Ja und Nein, Leben und Sterben, Hingabe und Führung, Lust und Langeweile, Vergangenheit und Zukunft, Trauer und Freude, Bleiben und Gehen, Sein und Werden.

Satt.

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