Tourbus

Die weltlichen Probleme werden auch nicht geringer.

Tourbus ist nun seit zwei Wochen in der Werkstatt und alle Beteiligten – einschließlich des Autoherstellers – sind ratlos, was er haben könnte.
Nun wird morgen für 1.750 Euro ein Steuergerät ersetzt und im günstigsten Fall ist das Problem damit gefunden und erledigt, im ungünstigsten Fall zeigt dann das neue Steuergerät endlich das richtige Problem. Was wir machen, wenn gar nichts passiert, hat niemand erwähnt.

Vielleicht auch besser so.

Ich ärgere mich also seit zwei Wochen mit dem klapprigen Kleinstwagen herum, den wir als Ersatzwagen für einen NEUNSITZER mit gigantischem Kofferraum bekommen haben und fühle mich furchtbar. Das Auto ist meine Teilhabe an der Welt. Ich kann nicht einfach den Berg runterlaufen und dann zum Hundestrand spazieren, denn meine Knie können bergab nicht mehr. Ich kann keine Kilometer auf Asphalt mehr. Ich fahre also zum Hundestrand, ich fahre zur Wiese, ich fahre zum Wald mit den Hunden und kann dort mit Grundschmerzen laufen, das kann ich aushalten, das ist mein Alltag. Eine weitere Entzündung der Kniegelenke, die ich wieder monatelang im Liegen auskurieren muss, kann ich mir nicht erlauben.

Nun passen Labradore nur schlecht in einen Kleinwagen, der nicht mal zuverlässig meinen Tageseinkauf im Kofferraum unterbekommt. Abgesehen davon, dass ich in einem geliehenen Auto keine Hunde transportieren will, Unterlagen und Decken hin oder her, die SIND dreckig und sie haaren wie blöd.

Ich fühle mich also auch hier deutlich eingeschränkt und habe keine Ahnung, wo ich das Geld für das Steuergerät herzaubern soll, was das alles bedeutet und wie lange wir noch finanziell durchhalten, ohne dass ich arbeiten gehe, was angesichts meiner körperlichen und seelischen Verfassung ja auch ein ziemliches Unterfangen ist.

Ich habe keine Kapazitäten mehr, ich bin jenseits jeder Belastungsgrenze. Seit Jahren.

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