Wie soll man denn mit jemandem kommunizieren, der einem nicht mehr zuhören kann? Der alles, was aus meinem Mund kommt, seiner eigenen Interpretation unterzieht, aus eigener Unsicherheit Dinge hinzuphantasiert und Aussagen zwischen meine Zeilen legt, die dort nie standen, gedacht wurden, geschweige denn ausgesprochen?
Und wie soll man noch den Mut und die Kraft aufbringen, immer wieder dagegen anzulaufen, wenn man doch inzwischen weiß, dass man ohne diese Begegnungen friedvoller leben könnte?
Wie soll man sich denn noch sicher fühlen, wenn jede Berechenbarkeit verschwunden ist und man im Sekundentakt einem wahlweise ängstlichen, wütenden, beleidigten, verständnisvollen, lieblosen, zärtlichen, respektlosen, freundlichen Gegenüber begegnet?
Mit jedem Vorfall lösen sich meine Versprechen ein Stück weiter aus ihren Verankerungen.
So mürbe.