Es gibt ihn.
Und es gibt die schlechten Spieler.

Er ist der Alptraum aller Gruppen, die ihren Schlüsselstein anmelden. Irgendwann kommt der ultimative Gott in Spielerform, der sich als DD mit dem Text „3,4k rio Main“ anmeldet.
Und jeder weiß, was man bekommt, wenn man diesen Persönlichkeitstypus in die Gruppe einlädt: Einen Spieler mit einem Selbstbewusstsein, das längst jene Dimensionen erreicht hat, in denen Selbstreflexion aus Platzgründen nicht mehr stattfinden kann.
Dabei ist das Problem nicht die durchaus zu bewundernde Professionalität und Leistungsfähigkeit, sondern die Ansicht, daraus seinen Wert als Mensch abzuleiten. Wer weniger Schaden verursacht, ist nicht einfach spielerisch unterlegen, sondern offensichtlich charakterlich prinzipiell schon mal ungeeignet, an dieser Art von Content teilzunehmen.
Er selber ist natürlich unangreifbar. Er beherrschte die Mechaniken der aktuellen Saison selbstverständlich schon, bevor das Spiel überhaupt existierte. Indem sämtliche Fehler im key ausschließlich den Mitspielern zugeschrieben werden, bleibt das eigene Selbstbild unangreifbar. Ein verlorener Schlüsselstein ist somit niemals persönliches Versagen, sondern lediglich der bedauerliche Beweis für die Unfähigkeit der übrigen Warcraft-Bevölkerung.
Am Ende steht ein Mensch, dessen Selbstwert nahezu vollständig an Leistung, Überlegenheit und soziale Rangordnung gebunden ist. Zusammenarbeit wird nicht als wechselseitiger Prozess verstanden, sondern als Privileg, das der Protagonist großzügig gewährt.
Der Könner bin ich, das Problem, das ist deins.
Eine vollständige Persönlichkeitsbeschreibung in neun Worten.